Bericht von der 22. Hauptversammlung am 23. Januar 2020

Geschrieben von Urs Herzig

 

Peter Dürrenmatt, Präsident, begrüsst zur Hauptversammlung.

Wir singen das Lied „Ds Parfüm vom Summer“. Markus Lingg liest den Jahresbericht vor, darin erwähnt er u.a. unseren Auftritt am Oberaargauer Abend im Stadttheater Langenthal und den Maibummel an den Aspisee. Er blickt auf unseren Erfolg am Innerschweizerischen Gesangsfest in Hitzkirch zurück mit der anschliessenden Vereinsreise nach Engelberg. Das Vereinsjahr umfasste zudem den Auftritt im Seniorenheim Aktiva, den Grillabend bei Andreas Meier, die Bundesfeier auf dem Flüeli,

den Hornusserempfang, den Raclette-Abend. Als einen weiteren Höhepunkt ist das Kirchenkonzert in Lotzwil erwähnt. Wir durften zusammen mit der Musikgesellschaft Rütschelen zweimal in voll besetzter Kirche konzertieren. Den Ausklang des Jahres bildeten der Chlousehöck und das Weihnachtsfenster mit der Jungmusik.

Ruedi Zurflüh erklärt im Bericht der Musikkommission die Arbeit der MuKo und die Auswahl des Liedgutes.

Michael Lanz erläutert die Jahresrechnung, welche ein Defizit von rund Fr. 14'000.- aufweisen würde. Zu unserer grossen Freude und Überraschung erhielten wir einen grossen Betrag durch die Auflösung des Vereins Alte Sagi Heimenhausen. Dort war Madlen Mathys Regisseurin und mehrere Mitglieder unseres Chors Schauspieler.

Die sauber geführte Rechnung wird einstimmig genehmigt.

Nach über zehn Jahren Tätigkeit im Vorstand hat Eliane König als Vizepräsidentin demissioniert. Wir bedanken uns für ihren grossen Einsatz. Ihre Nachfolge tritt Vroni Frikart an. Alle wieder zu wählenden Mitglieder werden einstimmig gewählt.

Nach wie vor zählt unser Chor 46 Mitglieder. Nebst zwei Austritten können wir Margrit Wälti und Roland Waeber aufnehmen. Heidi Kohler wird nach zwanzig Jahren aktiver Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied erkoren.

Über das Freilichtspiel „Dällebach Kari“ im Sommer 2021 werden wir ausführlich von Madeleine Rickenbacher-Mathys informiert. Die Sprechrollen sind zugeteilt und das OK ist im Zeitplan, alle nötigen Bewilligungen sind erteilt. Ursula Kaufmann hat als Logo für die Aufführung einen wunderschönen, sehr aufwändigen Scherenschnitt gestaltet.

Wir freuen uns auf die 16 Vorstellungen.

Käthi Jost als Mitglied der ersten Stunde und langjährige Präsidentin hat in den Protokollen und Archiven gestöbert und uns über die Entstehungsgeschichte, über Höhen und Tiefen aus der Vergangenheit der Rütscheler Singlüt informiert.

Wir bedanken uns beim Vorstand, der Musikkommission und dem Präsidenten für das erfolgreiche Vereinsjahr.

Mit dem Stück „Dr Ätti“ schliessen wir die HV.

 

Urs Herzig

Chilekonzärt 2019

Geschrieben von Matthias Schmid

Beatles-Songs zum Konzertabschluss

Lotzwil Sehr gut besuchtes Kirchenkonzert der Musikgesellschaft Rütschelen und der Rütscheler Singlüt

 

Traditionsgemäss führen die Musikgesellschaft Rütschelen und die Rütscheler Singlüt im November ihr gemeinsames Kirchenkonzert durch. Am Freitag und Samstag traten die beiden Vereine in der Kirche Lotzwil auf. Beide Konzertabende waren sehr gut besucht, was auf ein grosses Interesse an der Kombination von Blasmusik und Chorgesang hindeutet.

Unter der Leitung von Kevin Kläntschi eröffnete die Musikgesellschaft das Konzert mit «Sea Songs», drei alten Seemannsliedern, zusammengestellt vom Komponisten Ralph Vaughan Williams. Es folgte das imposante Stück «Fate of the Gods» über die Götter der nordischen Mythologie. Eine besondere Komposition war «Preludio Ticino» des herausragenden Schweizer Komponisten Stephan Jaeggi mit Melodien aus der Sonnenstube der Schweiz.

Die Rütscheler Singlüt warteten in ihrem Konzertteil mit einem überraschenden Arrangement des Welthits «We will rock you» von Queen auf. Dirigentin Anita Steiner-Thaler hatte mit dem Chor nebst Popsongs wie «Follow me» von Uncle Kracker auch diverse traditionelle Volkslieder einstudiert. Dabei zeigten die Singlüt ihre Sprachkenntnisse. Vom italienischen «Io senza te» über das mehrsprachige Lied «Ds Parfüm» bis zum rätoromanischen «La sera sper il lag» reichte die Bandbreite. Mit viel Witz interpretierten die Singlüt ausserdem den Song «Der Ätti» von Dodo Hug.

Ein Highlight des Konzerts war der Block mit den gemeinsamen Liedern. Auf der Bühne zeigte sich ein eindrückliches Bild mit über 80 Mitwirkenden. Die beiden Vereine starteten diesen Konzertteil mit dem Guggisbärglied «s isch äben e Mönsch uf Ärde». Dabei übernahm eine Kleinformation der MGR die Begleitung, während sich die restlichen Musikantinnen und Musikanten zum Chor gesellten und mitsangen. Im Anschluss folgte ein schwungvolles Beatles-Medley mit den Hits «Here comes the sun», «In my life» und «Can’t buy me love». Nach dem grossen Applaus des Publikums schlossen die Musikgesellschaft und die Singlüt das Konzert mit der «Ode an die Freude» von Ludwig van Beethoven als Zugabe ab.

Innerschweizer Gesangsfest Hitzkirch

Geschrieben von Dürrenmatt Peter

Im November 2017 haben wir uns mit einer provisorischen Anmeldung beim OK vom Innerschweizer Gesangsfest in Hitzkirch wieder für die Teilnahme an einem Gesangsfest entschieden.

Die definitive Bestätigung aus dem Seetal folgte im Juni 2018. Dies war für unsere Musikkommission der Startschuss für die Suche einer geeigneten Liederauswahl. Das Reglement für diesen Wettgesang versprach hohe Anforderungen, was für uns Anreiz sein sollte, ein möglichst gutes Prädikat zu erlangen. In den Chorproben nach den Sommerferien 2018 setzten wir uns mit dem Auswendigsingen von „Bogoroditse Devo“, „Weischus dü“ und dem „Dr Aetti“ auseinander. Die Chorproben waren streng und fordernd, unsere Dirigentin studierte mit uns die 3 Lieder ein, was oftmals auch in einzelnen Registerproben vertieft wurde. Nach dem Einsenden unserer Partituren an das OK vom Innerschweizer Gesangsfest gab es kein Zurück mehr – die Proben wurden strenger, wir verlangten von uns viel Fleiss und Konzentration. Die Probenbesuche waren zwischendurch etwas schlecht, viele gönnten sich noch verdiente Herbst-, resp. später Skiferien. Die längere Grippewelle im Winter ergab auch oftmals etwas Lücken in unseren Mitgliederreihen.

Im Februar 2019 wurde uns vom OK bereits unser Tagesprogramm für den Samstag, 15. Juni mitgeteilt, so dass wir u.a. unseren Autobus bei der Aare Seeland mobil AG bestellen konnten und wir uns im Vorstand mit dem Tagesprogramm beschäftigen konnten. Im Vorfeld wurde beschlossen, dass wir im Anschluss an das Gesangsfest in der Region der Innerschweiz am Sonntag noch die diesjährige Vereinsreise anschliessen wollen. So hatten wir abzuklären, wer, wann und wie nach Hitzkirch reisen wird.

Durch den regen Kontakt mit dem OK konnten wir bald feststellen, dass diese Personen im Seetal die Organisation für die Teilnahme von über 100 Chören im Griff haben. Für alle unsere Anfragen gab es rasche und konkrete Lösungen. Die Stimmung in unserem Chor und die Vorfreude nahm stetig zu. Als Hauptprobe für den Wettbewerb in Hitzkirch konnten wir vom Auftritt am Oberaargauer Abend im Stadttheater Langenthal vom 18. Mai profitieren. Unsere 3 Konzertlieder sind beim Publikum sehr gut angekommen, die Auswahl der Musikkommission traf den Nagel auf dem Kopf.

Nach weiteren intensiven Chorproben war es endlich soweit. Am Vormittag des 15. Juni fuhren wir gemeinsam nach Hitzkirch. Vom OK wurden wir freundlich mit einem Apéro empfangen. Wir erkundeten das Festgelände etwas aus und viele Chormitglieder besuchten Konzerte von anderen Chören. Nach dem Mittag trafen wir uns zum Einsingen. Alle waren sehr gespannt, konzentriert, die Vorfreude auf unseren Auftritt um 14 Uhr im Pfarreiheim war gross. Dem anwesenden Publikum hatte unsere Darbietung sehr gut gefallen. Wir waren etwas skeptisch, alle 3 Lieder hatten wir schon etwas besser gesungen…Bis zum Expertengespräch um 15.30 Uhr blieb uns Zeit für eine Vereinsfoto und ein erstes kühles „Blondes“. An einem schattigen Platz gaben wir spontan ein kurzes Konzert aus unserem Repetoire und begaben uns zum Expertengespräch. Herr Müller erkundigte sich zuerst nach unserer Herkunft „Rüschelen“, was er noch nicht gekannt habe. Nach der Aufklärung, resp. Korrektur der Ortsbezeichnung „Rütschelen“ (mit einem t wie Tee), startete er mit seinen Ausführungen, u.a. dass das Expertenteam eine hohe „Gesangsfreude“ festgestellt habe. Er lobte den schönen Klang, das Auswendigsingen und die gewagte Liederauswahl. Nach ein paar kleinen Kritikpunkten durften wir mit Freude feststellen, dass unser Auftritt bei der Jury sehr gut angekommen war und wir freuten uns über die wertvollen Rückmeldungen des Fachmannes.  

Bis zum Nachtessen blieb uns Zeit für einen Apéro – oder waren es doch zwei…? Um 17.15 Uhr besammelten wir uns zum Nachtessen im Bankettzelt. Es waren 2 Tische für uns reserviert und bald wurde uns ein feines Nachtessen serviert. Nun folgte der Höhepunkt – kurz nach 18 Uhr marschierten die Vereinsdelegationen mit Fahne unter brachialer Filmmusik auf die Bühne. Uns lief ein kalter Schauer über den Rücken, es war hoch emotional. Allen Chören wurde das Prädikat in einem geschlossenen Couvert überreicht. Ich konnte nicht zuwarten, musste dies öffnen und den Bescheid klären… Voller Stolz und mit sehr grosser Freude konnte ich mit unserer Fahnenträgerin an unseren Tischen das Prädikat „vorzüglich“ verkünden. Nun brachen alle Dämme, wir umarmten uns, tanzten wie wild umher – ein paar Chormitglieder haben sich Tränen aus dem Gesicht gewischt. Wir hatten die höchste Auszeichnung erlangt. Aus dem Wettbewerbsreglement kann ich zitieren: vorzüglich – herausragender Vortrag mit höchster musikalischer und sängerischer Qualität.

Als Vereinspräsident bleibt mir zu danken. Speziell bedanken wir uns bei unserer Dirigentin, Anita Steiner-Thaler, für Ihren unermüdlichen Einsatz, für ihr Engagement und den Willen, mit uns nach sehr grosser Gesangsqualität und Freude zu streben. Ich danke der Musikkommission und den Mitgliedern des Vorstandes für die Vorbereitungs- und Durchführungsunterstützung. Im Weiteren danke ich allen Frauen und Männer des Chores für Ihren Probefleiss und für Ihre Disziplin, die Pünktlichkeit und Gesangsfreude. Das Gesangsfest in Hitzkirch vom Juni 2019 wird mir persönlich in ewiger Erinnerung bleiben. Ab dem 5. Juli gönnen sich die Rütscheler Singlüt bis Mitte August nun wohlverdiente Sommerferien und nehmen am 15. August ein spannendes Projekt zum Kirchenkonzert im November mit der Musikgesellschaft in Angriff.